Nürtinger Bürgerinitiative gegen Hochspannungsleitungen über Wohngebieten


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In Nürtingen ist der Bürger (KEIN) König!

In Nürtingen ist der Bürger König! - steht in Ihrem Beitrag
http://www.demo-online.de/demokratie-wagen-mit-buergerschaftlichem-engagement

Es wäre schön, wenn dies (noch) zutreffen würde. Leider ist das nicht so.

Heute habe ich - aus aktuellem Anlass - einen Leserbrief an die Nürtingen Zeitung abgeschickt, den Sie gern hier einsehen können: http://nbi.richey-web.de/leserbrief_090222.html
 
Hintergrund: Vor rund 10 Jahren wurde eine bestehende 110 kV-Leitung, die quer durch Nürtinger Wohngebiete verläuft, massiv auf 2 x 110 kV und 2 x 380 kV aufgerüstet. Einsprüche von Anwohnern wurden mit einer Lüge vor dem Verwaltungsgericht abgewiesen. Es hieß damals, dass diese Leitung für die Versorgung der örtlichen Region unverzichtbar sei und sonst dort "die Lichter ausgehen". Die Leitung dient eindeutig dem Ferntransport von Strom und nicht der örtlichen Versorgung.
 
Seit vielen Jahren setzt sich die NBI (Nürtinger Bürgerinitiative gegen Hochspannungsleitungen über Wohngebieten) für eine Verlegung der Leitung ein, hat auf eigene Kosten Alternativtrassen prüfen lassen und hatte sogar Zusagen betroffener und weiterer wohlgesinnter Bürger über mehrere Hunderttausend DM, die etwa 1/3 der Gesamtkosten ausmachten. Die Stadt Nürtingen hatte signalisiert, sich ebenfalls mit 1/3 der Kosten zu beteiligen und die (damaligen) Neckarwerke Stuttgart wollten den Rest bezahlen.
Dann zog sich alles endlos in die Länge, die Neckarwerke wurden zur ENBW, in der die Franzosen kräftig mitbestimmen, Nürtingen bekam einen neuen OB, der anfangs zwar sagte: "Diese Leitung muss raus aus Wohngebieten", davon aber heute nichts mehr wissen will und die Sache als erledigt und undurchführbar zu den Akten gelegt hat.
 
Auch sonst gehen die Behörden - allen voran der OB Heirich - absolut ignorant und arrogant mit den Nürtinger Bürgern um, wie das Projekt "Großer Forst" beweist. Leider haben wir den OB Heirich noch viele Jahre 'am Hals', weil die OB-Wahlen ja nur alle 8 Jahre erfolgen und wir jetzt etwa 'Halbzeit' haben.
 
So werden wohl viele Nürtinger Bürger und auch Schulkinder weiter unter bzw. in direkter Nähe einer massigen (ca. 70 m hohe Masten mit 2 x 380 kV und 2 x 110 kV) Hochspannungsleitung leben müssen, die der Fernversorgung dient und fette Gewinne in die Kassen der Energieoligopolisten spült.
 
Ganz anders sieht es in unserem Nachbarland Österreich aus, wo es seit dem 17. Dezember 2008 das neue Salzburger Landeselektrizitätsgesetz gibt, welches den Behörden ermöglicht, "in sensiblen Gebieten eine Starkstromleitung als Erdkabel" vorzuschreiben! Mehr: http://nbi.richey-web.de/steiermark.htm bzw. direkt das Original: http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1037585
 
Vielleicht schauen Sie ja mal die in den Links aufgeführten Seiten/Texte etwas näher an und vielleicht ist Ihnen das ja sogar eine Meldung wert?
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Manfred Richey
 
OA-Mitglied und Webmaster der NBI
22. Februar 2009


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